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    ...eine Zuwendung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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Wie teuer ist die konventionelle Stromversorgung im Vergleich mit Photovoltaik? Was sind eigentlich externe Kosten?

Übersicht: externe Kosten der fossilen Energieversorgung

Es geht also im Folgenden um die Fragen, ob solare Energien wirklich teurer als fossile Brennstoffe sind, welche Kosten überhaupt mit der Stromrechnung beglichen werden und was bilanziert wird und was außen vor bleibt. 

Eine Antwort auf diese Fragen kann nur lauten: Es kommt auf die Sicht an!
Klammert man Effekte, die durch die Verwendung bedingt sind wie bspw. CO2-Emissionen und/oder Gesundheitskosten und Luftverschmutzung kategorisch aus, dann sind die fossilen Energien die günstigere Variante. Da diese sogenannten externen Kosten aber auf jeden Fall entstehen und von irgendjemandem beglichen werden müssen, ist diese Sichtweise wohl kaum als zeitgemäß und nachhaltig zu bezeichnen. Die Energiewirtschaft rückt jedoch nach wie vor nicht von dieser Sichtweise ab. Die externen Kosten bleiben somit bislang (weitestgehend) unberücksichtigt.

Zwar wurde ein EU-weiter Emissionshandel eingeführt, um den CO2-Ausstoß zu verteuern und die Kosten ansatzweise zu internalisieren (einzupreisen), jedoch kam dieser Handel wegen eines Überangebots an bereitgestellten Zertifikaten weitgehend zum Erliegen und konnte nicht auf die gewünschte Art und Weise in den Markt eingreifen und diesen sortieren.

Fakt bleibt: Die direkten und indirekten Folgekosten des globalen Klimawandels, die u.a. auf Deutschland zukommen, sind heute nicht abschätzbar. Die Rückbaukosten der Kernkraftwerke sind sehr wahrscheinlich nicht durch die Rücklagen der Kraftwerksbetreiber gedeckt. Die Kosten für die Endlagerung der radioaktiven Abfälle sind es sicher nicht! Schäden im Betrieb bis 250 Mio. € sind über den Versicherungsmarkt abgedeckt, Kosten bis zu 2,5 Mrd. € werden weiterhin über einen Betreiberpool abgesichert, bei größeren Schäden haften die Betreiber der Kernkraftwerke jedoch nur mit ihrem Betriebsvermögen. Ein Tatbestand der zum Scheitern verurteilt ist. Die Kapitalausstattung der Kraftwerksbetreiber reicht bei Weitem nicht aus, um ernsthaft über eine Absicherung bspw. im Fall eines Super-Gau zu sprechen.

Zum Vergleich: die Nuklearkatastrophe von Fukushima verursachte einen Schaden in Höhe von ca. 100 Mrd. € und liegt damit um ein Vielfaches über dem Unternehmenswert deutscher Kernkraftwerksbetreiber. Am Ende werden solche Kosten, sofern entstanden, durch den Steuerzahler abgedeckt. Ungedeckte Risiken trägt also auch hier die Allgemeinheit in Form der Steuerzahler.
Das Verursacherprinzip wurde auch hier durch die Regierungen in ein Allgemeinlastprinzip transformiert. Derzeit wird PV-Strom in Deutschland (noch) zu höheren (internen) Kosten erzeugt als Strom aus dem konventionellen Kraftwerkspark. Als wichtiges Standbein der Energiewende wird die PV-Stromproduktion deshalb durch das Instrument des EEG unterstützt. Damit soll dem Anlagenbetreiber, durch Abnahmegarantie zu einem fixen Preis, der wirtschaftliche Betrieb ermöglicht werden. Ziel des EEG ist weiterhin, die Stromgestehungskosten aus EE durch die Schaffung eines Marktes für EE-Systeme kontinuierlich zu reduzieren. Somit stand die Steigerung der Ausbauraten lange Zeit im Fokus des EEG. Dieser Fokus hat sich jedoch mittlerweile etwas verschoben. Dies liegt zum Teil an der zunehmenden Systemrelevanz der erneuerbaren Energien. Mit steigenden Anteilen an der Stromversorgung rücken nun weitere (Kosten(Faktoren stärker als bislang in den Mittelpunkt. Dies sind bspw.,

  • den Ausbau von Nord-Süd-Stromtrassen (insbesondere für den Windstrom, da dieser vorwiegend im Norden erzeugt wird und in den Süden zu den Großverbrauchern transportiert werden muss)
  • den Ab- und Umbau des fossilen und nuklearen Kraftwerkparks (mit dem beschlossenen Atom- und dem unvermeidlichen Kohleausstieg verabschieden sich die – nach marktwirtschaftlicher Rechnung – preiswertesten Erzeuger aus dem Strommix; dazu verschlechtert deren langsamer Ausstieg bei gleichzeitigem Aufbau der EE-Erzeugungskapazitäten und stagnierendem Stromverbrauch die Auslastung von Gaskraftwerken und erhöht damit deren Stromgestehungskosten)
  • den Aufbau effizienter, multifunktionaler, schnell regelbarer Kraftwerke, insbesondere auf KWK-Basis (deren Stromgestehungskosten noch oberhalb heutiger Börsenstrompreise liegen)
  • den Aufbau von netzdienlichen Speicher- und Wandlerkapazitäten (stationäre Batterien und E-Mobilität, Pumpspeicher, Schwungräder, Wärmepumpen, Wärmespeicher, Power-To-Gas)

Diese Kosten werden nicht durch den PV-Ausbau verursacht, sie gehen – ebenso wie der Ausbau der Photovoltaik - auf das Konto der Energiewende. Die Verursacher dieser Kosten sind wir alle - wir sind es schließlich die eine Energieversorgung im Sinne der Nachhaltigkeit schaffen wollen, um langfristig eine für alle Seiten verträgliche und zukunftstaugliche Energieversorgung zu gewährleisten.