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    ...eine Zuwendung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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Forum für Energieeffizienz im Weinbau

Kühlturm Weingut Jung&Knobloch

Fragt man deutschlandweit, für welchen Wirtschaftssektor die Region Rheinhessen-Nahe bekannt ist, so lautet in den allermeisten Fällen die klare Antwort: der Weinbau in Rheinhessen und an der Nahe.
Dies ist nicht verwunderlich, prägt dieses Gewerbe doch das Antlitz unserer gesamten Region und Kulturlandschaften. Nicht zuletzt aus diesem Grund setzen sich die Klimaschutzmanager der Landkreise Alzey-Worms, Bad Kreuznach und Mainz-Bingen für die Einrichtung eines Forums für Klimaschutz und Energieeffizienz im Weinbau ein.

„Mit der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen wird kein Kapital verschenkt. Vielmehr investiert man in die Zukunft des Unternehmens und gewährleistet damit, dass man auch künftig wirtschaftlich bestehen kann“, erklärt Hilmar Andreas Holland, Klimaschutzmanager des Landkreises Mainz-Bingen das Projekt. Viele kleine und mittelständische Weinbauunternehmen scheuten die Mitgliedschaft in größeren Energieeffizienznetzwerken oder könnten aufgrund ihrer Betriebsgröße nicht teilnehmen. Und gerade hier solle das neue Forum ansetzen, wie Dennis Rodler, Klimaschutzmanager des Landkreises Alzey-Worms, verdeutlicht: „Wichtig ist es, dass wir keine Beschränkungen und Aufnahmekriterien für die Teilnahme beim Forum einführen. Egal, wie groß oder klein das Weinbauunternehmen ist und unabhängig davon, wie viel Energie jährlich verbraucht wird, jedes Unternehmen kann hier unentgeltlich mitmachen.“

Jede Forums-Veranstaltung soll mit einem einleitenden Vortrag und einer Diskussionsrunde starten. Anschließend ist angedacht, bei einem ausrichtenden Betrieb eine Begehung durchzuführen, um bereits abgeschlossene Maßnahmen direkt vor Ort zu besichtigen und Fragen zu deren Umsetzung stellen zu können. „Wir setzen den Weinbauunternehmen dabei kein von uns ausgewähltes Thema für die Veranstaltungen vor. Vielmehr fragen wir im Voraus nach, für welche Themen Interesse besteht und organisieren gewissermaßen auf Zuruf die Veranstaltungen“, fasst Simon Haas, Klimaschutzmanager des Landkreises Bad Kreuznach, das Konzept zusammen.

Vorbild für dieses Veranstaltungsmodell ist die gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit dem Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Rheinland-Pfalz beim Weingut Jung & Knobloch in Albig im April 2017. Dort präsentierten die Klimaschutzmanager den Winzern aus der Region Rheinhessen-Nahe bereits ihr gemeinsames Vorhaben. Information und Anmeldung für das Forum bei den Klimaschutzmanagern der Landkreise unter folgenden Adressen:   Simon Haas (Landkreis Bad Kreuznach, Tel: 0671/8031662, Email:Simon.Haas@kreis-badkreuznach.de), Hilmar Andreas Holland (Landkreis Mainz-Bingen, Tel: 06132/7872176, Email: holland.hilmar-andreas@mainz-bingen.de), Dennis Rodler (Landkreis Alzey Worms, Tel: 06731/4084561, Email: rodler.dennis@alzey-worms.de).

Gründe für ein Energiemanagementsystem

Gründe die für ein Energiemanagementsystem sprechen sind insbesondere:

  • rechtliche Verpflichtung zur Durchführung eines Energieaudits
  • Strom- und Energiesteuerentlastung (Spitzenausgleich)
  • eigene Unternehmenspolitik und die
  • besondere Ausgleichsregelung (Reduzierte EEG-Umlage)

Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) aus dem Jahr 2015 dominiert hier eindeutig die eigene Unternehmenspolitik (62%) gegenüber anderen Treibern.

Top-Ten Liste der am häufigsten durchgeführten Effizienzmaßnahmen

Quelle: PwC, Energiewende im Mittelstand, 2015

Am häufigsten werden in Unternehmen sogenannte No-Regret-Measures durchgeführt. Diese sind oftmals Maßnahmen durch effiziente Querschnittstechnologien.

In der Abbildung sind die häufigsten Maßnahmen die in mittelständischen Unternehmen durchgeführt wurden aufgelistet.

Amortisationszeiten von Effizienzmaßnahmen

Amortisationszeiten von Energieeffizienzmaßnahmen in mittelständischen Unternehmen
Quelle: eigene Darstellung nach PwC 2015

Für Mittelständler rechnen sich mehr als die Hälfte des investierten Kapitals zur Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen nach weniger als 10 Jahren!

Die durchschnittliche Amortisationsdauer der Maßnahmen liegt bei etwa 8,5 Jahren.

Resultate

Die Energiekostensenkung ist mit 89% Haupttreiber für Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen. 35% der Unternehmen gaben an, durch diese Investitionen ihre Energiekosten um 20% und mehr reduziert zu haben. Die Gesamtkosten der Unternehmen konnten damit um 3,6% reduziert werden.

Dieses Kapital ist nunmehr nicht mehr gebunden, sondern ist frei verfügbar bspw. für andere Investitionen.

Quelle: Energiewende im Mittelstand, PwC 2015