• Herzlich willkommen!

    Die Klimaschutzmanager der Landkreise Alzey-Worms, Bad Kreuznach und Mainz-Bingen setzen kommunale Klimaschutzprojekte um. Sie dienen als Anlaufstelle bei allen Fragen rund um die Themen Klimaschutz und Energiewende. 

  • Kontaktieren Sie uns!

    Bei Fragen zum Thema Klimaschutz und zur Energiewende stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns telefonisch oder per E-Mail. Die Kontaktadressen finden Sie hier. Weiterhin gibt es ein Kontaktformular auf der Homepage.

  • Kommunaler Klimaschutz

    Weitere Informationen zu den kommunalen Klimaschutzbemühungen der drei Landkreise finden Sie hier.

  • Gefördert durch...

    ...eine Zuwendung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

  • Gefördert durch...

    ...eine Zuwendung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

  • News-Archiv

    In unserem News-Archiv finden Sie Meldungen zu vergangenen Aktionen und durchgeführten Maßnahmen. Klicken Sie einfach hier.

  • Förderung von Maßnahmen

    Sie suchen eine Förderung zu einer privaten Klimaschutz-Maßnahme oder für Ihre Kommune? Klicken Sie einfach hier.

  • Fragen?

    Wir liefern Informationen zu verschiedenen Themen im Faktencheck und unter den Rubriken Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien. Ihre Frage ist nicht dabei? Kein Problem: Melden Sie sich bei uns oder stellen Sie uns eine Frage für die monatliche Rubrik "Klimafrage"!

13.07.2016

Ursprung der Nachhaltigkeit

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Der Begriff Nachhaltigkeit, oder eigentlich der Begriff der "nachhaltenden Nutzung", findet erstmals Erwähnung bei dem Freiberger Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz (1645–1714). Dieser übertrug dabei den Nachhaltigkeitsgedanken auf die Waldwirtschaft. Um ein nachhaltiges Wirtschaften umzusetzen, sollte nach von Carlowitz in einem Wald nur so viel Holz entnommen werden wie auf natürlichem Wege nachwächst. Der Grundgedanke der Nachhaltigkeit beruht auf dem Prinzip, dass ein natürliches System in seinen wesentlichen und natürlichen Eigenschaften langfristig erhalten bleibt. Mit diesem Ansatz war der Grundstein des nachhaltigen Denkens und Handelns gelegt.

Angestoßen wurde die forstwirtschaftliche Beschäftigung mit dieser Problematik vor dem Hintergrund des Bevölkerungswachstums und der daraus resultierenden exzessiven Rodungen und der zunehmenden Knappheit des universell einsetzbaren Werkstoffs Holz.

Aufgrund der hohen Abhängigkeit von dem Werkstoff Holz wurden in der Folge erstmals systematische Wiederaufforstungen notwendig. Trotz dieser Bemühungen führte es letzendlich dazu das der Wald heute auf nur noch etwa 1/3 der Fläche zurückgedrängt wurde.

Der Begriff wurde in Folge explizit auch auf nachfolgende Generationen erweitert. Damit soll sichergestellt sein das kommende Generationen dieselben Lebensgrundlagen vorfinden wie heutige. Das Leben auf Substanz wird somit unterbunden.

Eine Ausweitung des Nachhaltigkeitsbegriffs auch auf die Wirtschaftsmodelle erfolgt 1972 mit dem Bericht «Die Grenzen des Wachstums» des Club of Rome. Zusammenfassend kommt der Bericht zu dem Ergebnis, das die «absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht sein werden, wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält.» Der gesellschaftliche Diskurs zur Nachhaltigkeit in der Wirtschaft gipfelten in der Gründung der Green Economy Initiative. Das Leitbild der Green Economy finden Sie hier.

Eine der meist gebrauchten Definitionen des Nachhaltigkeitsbegriffes ist bis heute die Definition des Brundtland-Berichtes der Vereinten Nationen von 1987. In dieser heißt es:

„Humanity has the ability to make development sustainable - to ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs."

Frei Übersetzt bedeutet dies:

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende.“

Zentrale Begriffe in den Nachhaltigkeitsdebatten sind die Zukunftsfähigkeit sowie die dauerhafte Entwicklung. Dauerhafte Entwicklung beschreibt dabei eine Entwicklung, welche die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne dabei zu riskieren, das zukünftige Generationen ihrerseits ihre Bedürfnisse nicht mehr befriedigen können (sogenannte Generationengerechtigkeit).

Die Ziele einer nachhaltigen oder dauerhaften Entwicklung können im Wesentlichen mit drei Strategien zusammengefasst und umgesetzt werden. Diese sind:

  • Suffizienz: Das richtige Maß. Beachtung von limitierenden Faktoren bei der Nutzung von Energie und Ressourcen sowie der Freisetzung von Stoffen in die Umwelt.
  • Effizienz: Geringerer Einsatz von Energie oder Ressourcen zur Erbringung der gleichen Dienstleistung oder Abdeckung des gleichen Bedürfnisses.
  • Konsistenz: Einsatz umweltfreundlicher Technologien (z.B. Kreislaufwirtschaft ohne Emissionen oder nachhaltig erzeugte erneuerbare Energien).