• Herzlich willkommen!

    Die Klimaschutzmanager der Landkreise Alzey-Worms, Bad Kreuznach und Mainz-Bingen setzen kommunale Klimaschutzprojekte um. Sie dienen als Anlaufstelle bei allen Fragen rund um die Themen Klimaschutz und Energiewende. 

  • Kontaktieren Sie uns!

    Bei Fragen zum Thema Klimaschutz und zur Energiewende stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns telefonisch oder per E-Mail. Die Kontaktadressen finden Sie hier. Weiterhin gibt es ein Kontaktformular auf der Homepage.

  • Kommunaler Klimaschutz

    Weitere Informationen zu den kommunalen Klimaschutzbemühungen der drei Landkreise finden Sie hier.

  • Gefördert durch...

    ...eine Zuwendung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

  • Gefördert durch...

    ...eine Zuwendung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

  • News-Archiv

    In unserem News-Archiv finden Sie Meldungen zu vergangenen Aktionen und durchgeführten Maßnahmen. Klicken Sie einfach hier.

  • Förderung von Maßnahmen

    Sie suchen eine Förderung zu einer privaten Klimaschutz-Maßnahme oder für Ihre Kommune? Klicken Sie einfach hier.

  • Fragen?

    Wir liefern Informationen zu verschiedenen Themen im Faktencheck und unter den Rubriken Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien. Ihre Frage ist nicht dabei? Kein Problem: Melden Sie sich bei uns oder stellen Sie uns eine Frage für die monatliche Rubrik "Klimafrage"!

Oberflächennahe Geothermie

Unter oberflächennaher Geothermie versteht man die technische Nutzung von Erdwärme bis 100 Meter Tiefe, in Ausnahmefällen auch tiefer. Die oberen Erschichten stehen dabei unter dem Einfluss der eigentlichen Erdwärme, aber auch von hydrologischen Prozessen und der Einstrahlungswärme der Sonne. Aufgrund der geringen Tiefe, sind die Temperaturunterschiede zu den Oberflächentemperaturen nur gering, weswegen die Erdwärmesonden mit Wärmetauschern zusammenarbeiten müssen. Erst bei wesentlich höheren Tiefen (> 400 Metern bis etwa 1000 Meter) können die Temperaturen im Untergrund auf Level ansteigen, bei denen Wärmetauscher nicht mehr benötigt werden.

Wärme- und Kälteerzeugung mit oberflächennaher Geothermie

Prinzipiell ist die Nutzung von oberflächennaher Geothermie unter Einhaltung gesetzlicher Regelungen (Wasserhaushaltsgesetz/Landeswassergesetz, Bundesberggesetz und Lagerstättengesetz) in ganz Rheinland-Pfalz weitestgehend erlaubt. Hierfür werden in aller Regel keine besonderen geologischen Untergrundbedingungen benötigt, trotzdem kann der Ertrag von diesen maßgeblich beeinflusst werden. 

Ein Geothermievorhaben hat dabei in aller Regel einen festen Ablauf, bestehend aus

  • Wärmebedarfsermittlung für die zu versorgende Liegenschaft
  • Beantragung von Fördermitteln
  • Planung der Anlage inklusive Festlegung der Dimensionierung
  • Anzeige des Vorhabens bei der unteren Wasserbehörde und dem Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz
  • Projektdurchführung (Bohrung und Installation)

(1) Erdwärmesonden

Von Erdwärmesonden ist im Fall der klassischen vertikalen Bohrung die Rede (in der Abbildung unter Ziffer 1 gezeigt). Erdwärmesonden werden nach der eigentlichen Bohrung in den Boden eingelassen und bestehen aus einem U-förmigen Röhrensystem, in dem ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel zirkuliert.

(2) Erdwärmekollektoren

Im Gegensatz zu den Erdwärmesonden, werden Erdwärmekollektoren horizontal und oberflächennah in etwa 1 bis 2 Meter Tiefe verlegt  (in der Abbildung unter Ziffer 2 gezeigt). Aufgrund der geringeren Versenkungstiefe dieses Systems, ist der Ertrag geringer als bei Erdwärmesonden, weswegen das gesamte Kollektorfeld meist eine Fläche benötigt, welche 1,5- bis 2 fach der zu beheizenden Fläche entspricht. Erdwärmekollektoren sind gute Alternativen zu Erdwärmesonden in Gegenden, wo der Bau von Erdwärmesonden untersagt ist. 

(3) Grundwasserbrunnenanlagen

Bei Grundwasserbrunnenanlagen handelt es sich im Gegensatz zu den beiden vorgenannten Verfahren um ein offenes System, bei dem ein Grundwasserträger (Aquifer) direkt angebohrt wird (in der Abbildung unter Ziffer 3 gezeigt). Selbstverständlich gelten schärfere Bestimmungen bei einem solchen Verfahren, wobei oft hydrogeologische Vorraussetzungen oder wasserrechtliche Grundbedingungen nicht erfüllt werden.  

Wirkungsgrade und Rentabilität

Alle vorgestellten Verfahren funktionieren nur mit Wärmetauschern, die elektrische Energie für den Betrieb eines Pumpenmechanismus einsetzen, um die Wärme aus dem Untergrund in die zu versorgende Liegenschaft transportieren (Prrinzip eines umgekehrten Kühlschranks). Bei diesem Prozess wird Wärme verbraucht, wobei in der Regel eine Kilowattstunde Strom gebraucht wird, um vier Kilowattstunden Wärme zu fördern. Der Wirkungsgrad (Arbeitszahl = Verhältnis von investierter elektrischer Energie zu gewonnener thermischer Energie) variieren mit der Temperatur der Wärmequelle. Dies ist zum einen von vorherrschenden geothermischen Gradient abhängig und der Vorlauftemperatur des zu versorgenden Systems.

Oftmals empfiehlt sich die Kombination einer Geothermie-Anlage mit einer Photovoltaikanlage, die den für die Wärmeerzeugung benötigen Strom liefert.

Geothermie in der Region Rheinhessen-Nahe

Die Eignung eines Gebietes für die geothermische Nutzung hängt von verschiedenen Parametern ab. Neben rechtlichen Vorgaben, sind hydrologische und geologische Parameter für die Machbarkeit und Rentabilität eines Geothermie-Projektes ausschlaggebend. Die wichtigsten Parameter und weitere Informationen zur oberflächennahen Geothermie finden Sie auf der Homepage des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz, wo Sie unter anderem auch auf verschiedenes geothermie-spezifisches Kartenmaterial zum Download zugreifen können.

Erdwärmesonden Standortbewertung

Erstellt mit dem Online-GIS Tool des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz

Karten zur Erdwärmesonden Standortbewertung geben Ihnen Informationen darüber, ob ein Vorhaben bei Ihnen genehmigungsfähig ist oder, ob mit Auflagen zu rechnen ist. Die (GIS-basierte) Karte des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Eignung von Böden

Erstellt mit dem Online-GIS Tool des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz

Karten über die Eignung von Böden geben Ihnen einen ersten Eindruck von dem, was Sie geologisch im Untergrund zu erwarten haben, bevor Sie mit Ihrem Vorhaben beginnen. Die (GIS-basierte) Karte des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Wärmeleitfähigkeiten Region Rheinhessen-Nahe

Erstellt mit dem Online-GIS Tool des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz

Die Wärmeleitfähigkeiten des Untergrunds können Sie ebenfalls im Kartenmaterial des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz überprüfen. Die (GIS-basierte) Karte des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Rheinland-Pfalz-weite Statistik zu genehmigten Erdwärmesondenanlagen 2014

Grafik des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz

Bezogen auf die Nutzung oberflächennaher Geothermie befindet sich die Region Rheinhessen-Nahe noch im Mittelfeld in Rheinland-Pfalz.

Weiterführende Informationen und Links

Sollten Sie sich einen weiterführenden Überblick zum Thema oberflächennaher Geothermie verschaffen wollen, empfehlen wir Ihnen den Besuch des Internet-Auftritts des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz. Dort finden Sie unter der Rubrik "flache Geothermie" alle Basis-Informationen, die Sie vor dem Beginn eines Vorhabens benötigen. 

Besonders zu empfehlen ist hier auch der Downloadbereich zum Thema Erdwärme, aus dem Sie weitere interessante Informationen ziehen können.